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Implementierung eines CAFM+: Die richtige Lösung wählen

22. September 2020

Obwohl es sich bei einem CAFM+ um eine relativ neue Technologie handelt, die erhebliche Fortschritte bei Kosten und Qualität der Sensoren nutzt, basiert sie auf einer sehr ausgereiften Technologie, dem integrierten Arbeitsplatzmanagementsystem (CAFM). Dies stellt sowohl Herausforderungen als auch Chancen für die Umsetzung dar.

Auswahl der richtigen Lösung

Altes und Neues miteinander verbinden

Eine der Herausforderungen bei der Implementierung eines CAFM+ besteht darin, dass die meisten großen Organisationen bereits über ein CAFM verfügen, was bedeutet, dass eine unmittelbare Einführung einer umfassenden Lösung nicht immer praktikabel ist. Während einige CAFM-Anbieter wie Spacewell beide Teile der CAFM+-Lösung anbieten, gilt dies nicht für alle Anbieter von CAFM- oder Smart-Building-Software. Ebenso werden sich die spezifischen Merkmale und Schwerpunkte der Softwarelösungen von Anbieter zu Anbieter unterscheiden.

Eine offensichtliche Lösung für dieses Rätsel besteht darin, das bestehende CAFM einfach mit der bevorzugten intelligenten Gebäudelösung zu kombinieren, um ein funktionsfähiges CAFM+ aufzubauen. Dies wird fast immer eine Option sein und erfordert lediglich eine Form der Integration zwischen den beiden Systemen. Der Nachteil dieses Ansatzes ist, dass die Einrichtung kompliziert sein kann, insbesondere wenn es zahlreiche automatisierte Auslöser gibt, die mit verschiedenen Systemen kommunizieren müssen.

Darüber hinaus kann es zu Problemen kommen, wenn eines oder beide Systeme aufgerüstet werden. Selbst wenn Systemänderungen oder neue Funktionen Verbesserungen auf einer Seite vorantreiben, können die Verbindungen zwischen den einzelnen Systemen zusammenbrechen und müssen neu hergestellt werden. Dieses Koordinationsproblem dürfte bei einem voll integrierten System, bei dem Änderungen an der CAFM oder der Plattform für intelligente Gebäude vor der Freigabe vollständig getestet werden, kaum auftreten. Schließlich wird durch den Einsatz separater Anbieter die Möglichkeit von Skaleneffekten eliminiert, was möglicherweise zu zusätzlichen Lizenzkosten führt.

Unmittelbare vs. etappenweise Veränderung

Alternativ kann sich ein potenzieller Anwender dafür entscheiden, sein CAFM zu ersetzen, wenn er sein gesamtes System zu einem einzigen CAFM+-Anbieter migriert. Dadurch werden die oben erwähnten Integrations-, Upgrade- und Kostenprobleme vermieden, aber es kann angesichts der Größe und Komplexität eines CAFM eine gewaltige Aufgabe sein.

Für Unternehmen, die nicht bereit sind, eine solch bedeutende Verpflichtung in einem einzigen Schritt einzugehen, ist es möglich, Add-ons zu einem intelligenten Gebäudesystem zu aktivieren, die einige Merkmale eines CAFM aufweisen (wie ein Reservierungssystem oder ein Wartungsticket). Darüber hinaus gibt es auch „light“ Versionen eines CAFM, wie in einem kürzlich erschienenen Spacewell Blogbeitrag über digitale Transformation diskutiert wurde. Beide Optionen würden es den Anwendern ermöglichen, Teilversionen eines CAFM einzuführen, die parallel zum bestehenden CAFM betrieben werden, und Erfahrungen mit dem alternativen System zu sammeln, bevor sie sich zu einer vollständigen CAFM-Migration verpflichten.

Letztlich sollten Organisationen, die an CAFM+ interessiert sind, offene Gespräche mit mehreren Anbietern führen, um ihre Optionen zu verstehen und sicherzustellen, dass die von ihnen bevorzugte Lösung ihren Bedürfnissen voll und ganz entspricht. Ein wesentlicher Teil dieses Gesprächs sollte sich mit der Position des Software-Anbieters zur Hardware befassen. Wenn der Software-Anbieter auch ein Hardware-Hersteller ist, gibt es potentielle Preisvorteile, aber es besteht auch das Risiko, dass das Unternehmen auf eine bestimmte Hardware-Lösung festgelegt wird, anstatt in einem sich schnell entwickelnden Markt aus den besten verfügbaren Technologien auswählen zu können.

Beste Praktiken

Wie wir in dieser Blog-Reihe gesehen haben, gibt es erhebliche Vorteile eines CAFM+ Systems. Die Kosten für ein vollständiges CAFM und die gesamte mit einer intelligenten Gebäudeplattform verbundene Hardware können jedoch erheblich sein. Für Unternehmen mit einfachen Arbeitsabläufen und geringem Platzbedarf reichen die potenziellen Erträge aus der Lösung möglicherweise nicht aus, um den Zeit- und Ressourcenaufwand zu rechtfertigen, was sich jedoch ändern kann, wenn die Hardwarepreise fallen. Gegenwärtig steigt der Wert eines CAFM+ mit zunehmender Größe und Komplexität und eignet sich besonders gut für komplexe, innovative oder große Organisationen mit sich entwickelnden Bedürfnissen. In solchen Fällen sind datengestützte Einblicke in die Nutzung von Räumen besonders wertvoll und schaffen erhebliche Optimierungsmöglichkeiten.

Selbst für eine große Organisation kann es ratsam sein, die intelligente Gebäudelösung skaliert einzusetzen, beginnend mit einem einzelnen Gebäude, bevor sie auf ein komplettes Portfolio ausgeweitet wird. Dies bietet die Gelegenheit, interne Interessenvertreter und Befürworter zu gewinnen, das Thema des letzten Blog-Posts in dieser Reihe.

Dieser Beitrag ist Teil 9 einer 10-teiligen Blog-Reihe über CAFM+. In früheren Posts wurde das Konzept von CAFM+ und eine Reihe von Anwendungsfällen beschrieben. Wenn Sie Benachrichtigungen über zukünftige Ergänzungen dieser Serie und andere Spacewell-Wissensinhalte erhalten möchten, melden Sie sich bitte hier an.

Von Nicole Weygandt, Ph.D.

Leiterin Strategische Entwicklung bei Spacewell

Dr. Weygandt ist Leiterin Strategische Entwicklung bei Spacewell und verfügt über Berufserfahrung in den Bereichen Finanzen, Energie und Hochschulbildung. Zuvor arbeitete sie als Forschungsleiterin bei der Projektfinanzierungs-Beratungsfirma Taylor-DeJongh und hatte Forschungsstipendien an der Princeton University und der Northwestern University. Dr. Weygandt erhielt ihren Doktortitel von der Cornell University und hat Abschlüsse von der Georgetown University und der University of Chicago.

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