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Wie die Raumluftqualität mithilfe von Sensordaten verbessert werden kann [Reihe Vom Sensor zu Erkenntnissen, Teil 6]

8. November 2021

In diesem Beitrag beschäftigen wir uns mit der Raumluftqualität und wie sie das Wohlbefinden und die Produktivität von Menschen beeinflusst. Wir schauen uns auch an, wie Sensordaten und Analysen Ihnen helfen können, Erkenntnisse über umgebungsbedingte Faktoren zu gewinnen, und wie die Raumluftqualität mithilfe dieser Erkenntnisse verbessert werden kann.

Außenansicht von Bürofenstern

Bild freundlicherweise zur Verfügung gestellt von HOLMRIS B8

Können Gebäude krank machen?

Sie haben wahrscheinlich schon vom „Sick-Building-Syndrom“ gehört – es ist keine Fiktion. Seit den 1980ern erkennt die Weltgesundheitsorganisation das Sick-Building-Syndrom als eine echte Krankheit an. Es wird häufig von einem nicht ordnungsgemäß installierten oder schlecht gewarteten Lüftungssystem verursacht. Das Syndrom kann aber auch durch Staub, chemische Bestandteile aus den vorhandenen (Bau-)Materialien, Feuchtigkeit und Schimmel verursacht werden. Aufgrund der ungesunden Luft in ungesunden Gebäuden können Menschen folgende Symptome entwickeln:

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Müdigkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Reizbarkeit
  • Hustenreiz
  • Trockene, juckende Hautausschläge
  • Allergieähnliche Symptome wie Niesen, eine laufende Nase und brennende Augen

Typischerweise lassen diese Symptome nach, wenn die Mitarbeiter am Ende des Tages die Arbeit verlassen. Ungesunde Luft hat nicht nur negative Auswirkungen auf die Effizienz und Produktivität von Mitarbeitern im Büro, sondern kann auch zu vermehrten Fehlzeiten führen. Gleichzeitig steigt das Risiko einer Infektion durch über die Luft übertragene Krankheitserreger, wie z. B. Coronaviren. In extremen Fällen kann die langfristige Belastung durch schlechte Raumluftqualität sogar zu Lungenkrankheiten wie Asthma oder zu Krebs führen.

Auswirkungen von schlechter Luftqualität auf Produktivität und kognitive Fähigkeiten

Schlechte Luftqualität schadet nicht nur der körperlichen Gesundheit. Es gibt auch immer mehr Belege für ihre Auswirkungen auf die psychische Gesundheit, einschließlich Depressionen, Angststörungen und Burnout. Schlechte Luftzirkulation in Gebäuden beeinträchtigt auch unsere kognitiven Funktionen – die Fähigkeit klar und kreativ zu denken. In einer Reihe von Doppelblindstudien in den USA wurde die Fähigkeit von Probanden getestet, analytisch zu denken und auf eine Krise zu reagieren. Die Ergebnisse waren erstaunlich. Wenn die Probanden unter gut belüfteten Bedingungen arbeiteten (mit niedrigeren CO2– und VOC-Werten), erzielten sie um 61 % bessere Ergebnisse als unter den Bedingungen eines typischen Bürogebäudes. Die Schlussfolgerung dieses Forschungsprojekts: Saubere Raumluft macht uns nicht nur gesünder, sondern auch intelligenter, was Auswirkungen auf Unternehmen hat, insbesondere in wissensintensiven Branchen.

Raumluftqualität verbessern: gut fürs Geschäft

Luftqualität ist unsichtbar, weshalb Gebäudemanager dazu tendiert haben, sie zu ignorieren und sich stattdessen auf eine angenehme Temperatur oder Energieeinsparungen zu konzentrieren. Jedoch hat die Pandemie das Bewusstsein der Menschen für das Raumklima geschärft und die Luftqualität in den Mittelpunkt gerückt. In Anbetracht der Tatsache, dass wir in den Industrieländern mehr als 90 % unseres Lebens in Innenräumen verbringen, erwarten wir heutzutage, dass die Gebäude, die wir nutzen, einen positiven Beitrag zu unserer langfristigen Gesundheit leisten. Mitarbeiter wollen sicher sein, dass die Luft in ihren Arbeitsumgebungen sauber ist, wenn sie wieder ins Büro zurückkehren. Und Arbeitgeber erkennen, dass gute Raumluftqualität ein wirtschaftlicher Vorteil ist. Wie wissen wir also, ob die Raumluft sauber ist?

Überwachung und Kommunikation der Raumluftqualität

Was man nicht messen kann, kann man nicht effektiv lösen. Ein Echtzeit-Überwachungssystem liefert zuverlässige Daten auf lokaler Ebene. So werden Sie schnell auf Anomalien der Luftqualität aufmerksam gemacht. Und es wird Ihnen ermöglichen, einen datengesteuerten und proaktiven Ansatz zu verfolgen, um die Raumluftqualität zu verbessern.

Air quality dashboard

Heutzutage können kleine Sensoren am Arbeitsplatz viele Aspekte der Raumklimaqualität überwachen, von flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) und radioaktivem Radongas bis hin zu CO2-Konzentrationen, Temperatur, Feuchtigkeit, Luftdruck, Lärm und Licht. Möglich wird dies durch das Internet der Dinge:

  • Kostengünstige drahtlose Sensoren mit geringem Stromverbrauch erfassen Rohdaten wie Kohlendioxid- oder Feinstaubwerte.
  • Diese Messwerte werden von einer IoT-Plattform empfangen, die sie in genaue Daten umwandelt.
  • Analytische Dashboards visualisieren verschiedene Kennzahlen und überlagern die Daten mit Grundrissen, um sie in einen geografischen Kontext zu stellen und den Nutzern die Möglichkeit zu geben, Trends auf einem bestimmten Stockwerk zu erkennen. Die daraus resultierenden Erkenntnisse helfen Ihnen, die Raumluftqualität zu verbessern.
  • Informationen über die Luftqualität können den Gebäudenutzern auch über verschiedene Touchpoints und Nutzeranwendungen mitgeteilt werden, zum Beispiel kleine LED-Leuchten, die CO2-Werte in Konferenzräumen anzeigen. Dies erhöht die Transparenz und zeigt, dass sich Organisationen um das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter kümmern.

Eine kontinuierliche Überwachung durch von den HLK-Systemen des Gebäudes unabhängige Sensoren kann sicherstellen, dass die Ausrüstung wie vorgesehen funktioniert, sodass Gebäude auf Dauer gesund bleiben.

Die Überwachung der Luftqualität kann auch dazu beitragen, Probleme in bestimmten (geschlossenen) Bereichen zu erkennen und zu beheben. Wenn beispielsweise neue Möbel in einem Konferenzraum aufgestellt wurden und die Sensoren einen Anstieg der VOC-Werte erfassen (von denen manche kurz- und langfristig gesundheitsschädliche Auswirkungen haben können), kann dies möglicherweise auf die Ausgasung der neuen Möbel zurückgeführt werden. Als Vorsichtsmaßnahme sollte die Belüftung erhöht werden, bis sich die Werte wieder normalisiert haben.

Zertifizierung für gesunde Gebäude

Luftqualitätssensoren und die von ihnen erfassten Daten können auch eine wesentliche Rolle bei der Zertifizierung als gesundes Gebäude spielen. Zwei wichtige Zertifizierungssysteme, die im letzten Jahrzehnt eingeführt wurden, sind der WELL Building Standard (WELL) und Fitwel.

RESET ist ein neuerer, sensorbasierter Standard. Aufgrund der hohen Variabilität der Luftqualität und ihrer Tendenz, sich schnell zu verändern, sieht RESET eine kontinuierliche Überwachung der Luftqualität in Innenräumen als notwendig an.

Welche IoT-Überwachungslösung für den Arbeitsplatz?

Da den Anforderungen an die Raumluftqualität so viel Aufmerksamkeit geschenkt wird, sollten Unternehmen den Einsatz eines zuverlässigen Überwachungssystems in Betracht ziehen, wie die Luftqualitätsüberwachung von Spacewell. Diese Lösung ist Teil einer IoT-Plattform für intelligente Arbeitsplätze, die Daten über die Raumluftqualität, den Komfort und die Flächennutzung erfasst und analysiert. Sie ermöglicht nicht nur die Nachverfolgung und Verbesserung der Raumluftqualität, sondern auch die Optimierung der Büroflächennutzung und die Anpassung der Raumverteilung an neue Arbeitsweisen. Es handelt sich um eine offene und menschenorientierte intelligente Gebäudeplattform, die nur die beste Hardware auf dem Markt verwendet und zertifiziert, wie z. B. Airthings-for-Business-Sensoren zur Überwachung von Radon und Luftqualität.

Möchten Sie mehr über die intelligente Arbeitsplatztechnologie von Spacewell wissen? Dann wenden Sie sich bitte an unsere Experten.

 

Wouter Hartemink

Wouter Hartemink

Chief Revenue Officer bei Spacewell

Wouter ist eine erfahrene Technologie-Führungskraft und seit mehr als 15 Jahren im IT- & Big-Data-Bereich tätig. Dank seiner vielfältigen Managementkenntnisse und -erfahrungen ist er in der Lage, sich schnell ein Gesamtbild zu verschaffen, Geschäftssituationen abzuwägen und Chancen zu entwickeln. Er ist ein offener und direkter Gesprächspartner, der sein Augenmerk auf positive Ergebnisse für alle Beteiligten legt.

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