In dieser Ausgabe von „Partner Spotlight“ möchten wir einen der langjährigen Partner von Spacewell Energy vorstellen: ACORUS-ENEOR. Das 2010 gegründete, unabhängige Ingenieurbüro ist ein Pionier auf dem Gebiet der tatsächlichen Energieeffizienz von Gebäuden. Es verfügt über vier Niederlassungen in ganz Europa und ist entlang der gesamten Wertschöpfungskette tätig – vom Entwurf bis zum Betrieb komplexer Bauwerke mit hohen ökologischen Zielen.
Als führendes Unternehmen in diesem Bereich unterstützt ACORUS-ENEOR renommierte Unternehmen wie LVMH, Saint-Gobain, den Futuroscope-Park und die Vereinten Nationen bei der Bewältigung ihrer energiebezogenen Herausforderungen.
In diesem Artikel erfahren Sie, wie dieses Energiedienstleistungsunternehmen (ESCO) mithilfe unseres Energiemanagementsystems (EMS) die energiebezogenen Herausforderungen seiner Kunden bewältigt.
10 Fragen an ACORUS-ENEOR
1) Warum sind Sie Partner von Spacewell Energy geworden?
Vor zehn Jahren haben wir uns nach einer eingehenden Analyse der auf dem Markt verfügbaren Lösungen für eine Partnerschaft mit Spacewell Energy (ehemals Dexma) entschieden. Wir haben uns für diese Plattform aufgrund ihrer fortschrittlichen Funktionen entschieden, die unseren Anforderungen als Experten perfekt entsprachen. Darüber hinaus ermöglicht uns ihre Modularität, die Lösung an jede Art von Anforderung anzupassen, die sich uns stellen könnte.
2) Welche Funktionen unserer Energiemanagement-Plattform nutzen Sie am häufigsten?
Die Funktionen der Plattform, die wir am häufigsten nutzen, sind:
- Fortgeschrittene Analysen: Diese Funktion ermöglicht es uns, komplexe Trends zu visualisieren und zu analysieren, wodurch wir unseren Kunden einen höheren Mehrwert bieten können.
- IPMVP-bezogene Module: Insbesondere nutzen wir die Anwendung ABC (Automatic Baseline Calculator) und das M&V-Tool (Measurement and Verification). Diese Module ermöglichen es uns, unsere zahlreichen EPCs (Energy Performance Contracts) sehr präzise zu überwachen und komplexe Analysen durchzuführen, die mit anderen auf dem Markt erhältlichen Tools nicht möglich wären.
- Neue Dashboards: Diese Energie-Dashboards werden von unseren Kunden sehr geschätzt, da sie optisch ansprechend, benutzerfreundlich und einfach zu bedienen sind. So hat beispielsweise jeder Standortleiter im Futuroscope-Park direkten Zugriff auf seine Verbrauchsdaten über einen URL-Link, der ihn direkt zu seinem Energieverbrauchs-Dashboard weiterleitet.
3) Was sind die drei größten Herausforderungen Ihrer Kunden im Hinblick auf Energieeffizienz?
1. Verständnis ihrer Nutzung und ihres Verbrauchs: Vor Erlass des Dekrets für den tertiären Sektor hatten viele von ihnen keinen klaren Überblick über ihre Rechnungen oder hatten ihre Energiedaten noch nicht konsolidiert.
2 – Veränderungen bei den Energiepreisen: Angesichts der aktuellen Energiekrise ist es für sie unumgänglich, ihren Verbrauch zu verstehen und zu steuern sowie Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Energieeffizienz zu ergreifen.
3 – Der europäische und französische regulatorische Rahmen: Er ist sehr ehrgeizig und hat die Gewohnheiten bestimmter Akteure durcheinandergebracht, die normalerweise wenig Sensibilität für Umwelt- und Energiefragen zeigen.
4) Wie hilft Ihr EMS Ihren Kunden dabei, diese Hindernisse zu überwinden und Energie zu sparen?
Die Software von Spacewell Energy unterstützt unsere Kunden auf vielfältige Weise:
- Was das Verständnis des Energieverbrauchs angeht, bietet die Software ihnen einen klaren und detaillierten Überblick über ihren Energieverbrauch. Sie können ihre Verbrauchsdaten analysieren und schnelle, wirksame Maßnahmen ergreifen, um ihren Energieverbrauch zu optimieren.
- Durch die Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen können unsere Kunden ihren Energieverbrauch erheblich senken. Nach unseren bisherigen Erfahrungen konnten unsere Kunden durch unsere Energiemanagement-Maßnahmen bereits im ersten Jahr Einsparungen von 15 bis 20 % erzielen.
5) Wie sieht der Arbeitsalltag eines Energiemanagers bei ACORUS-ENEOR aus?
Der Arbeitsalltag eines Energiemanagers bei ACORUS-ENEOR wird durch den Einsatz fortschrittlicher Analyse- und Warntools von Spacewell Energy erleichtert. Dank dieser Tools kann der Energiemanager mehr Zeit vor Ort und bei den Kunden verbringen, um geplante Maßnahmen in die Tat umzusetzen.
6) Welche Branchen des französischen Marktes sind Ihrer Erfahrung nach am aufgeschlossensten gegenüber Energiemanagement?
Nach unseren Erfahrungen wächst das Interesse am Energiemanagement in verschiedenen Bereichen des französischen Marktes. Was ursprünglich von bestimmten Akteuren aus der Industrie vorangetrieben wurde, ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil der strategischen Richtlinien im Zusammenhang mit der sozialen Verantwortung von Unternehmen (CSR) aller großen Organisationen im Dienstleistungssektor geworden, wie beispielsweise Büros und Geschäfte. Dieses Bewusstsein breitet sich zunehmend auf den gesamten Markt aus und betrifft verschiedene Wirtschaftszweige.
7) Haben Sie seit der jüngsten Energiekrise (oder dem Energieeffizienzplan, dem Tertiärdekret usw.) eine Verhaltensänderung festgestellt?
Ja, wir haben seit der Einführung des Energieeffizienzplans und anderer ähnlicher Initiativen eine deutliche Verhaltensänderung beobachtet. Die Endverbraucher zeigen sich deutlich aufgeschlossener gegenüber Energiesparmaßnahmen, wie beispielsweise der Anpassung der Heiz- oder Klimatemperaturen. Ein solches Maß an Akzeptanz war vor etwa zehn Jahren noch schwer zu erreichen. Diese positive Verhaltensänderung gibt Anlass zur Hoffnung und spiegelt ein wachsendes Bewusstsein für die Notwendigkeit von Energieeffizienz wider.
8) Welche Vorteile bietet eine Energiemanagementlösung angesichts der stark steigenden Energiepreise? Wie lassen sich Energiemanagementlösungen in größerem Umfang einsetzen?
Eine Energiemanagementlösung erleichtert es, erste Einsparungen zu erzielen – in der Regel die ersten 20 Prozent der angestrebten Einsparungen. Dies führt zu erheblichen Kostensenkungen trotz begrenzter Anfangsinvestitionen.
Der flächendeckende Einsatz von Energiemanagementlösungen ist aufgrund der Verflechtung von wirtschaftlichen und ökologischen Belangen unvermeidlich geworden.
Über ACORUS-ENEOR
9) Was sind Ihre aktuellen Schlüsselprojekte?
Derzeit sind wir an mehreren Großprojekten beteiligt:
- Zusammenarbeit mit Luxusmarken: Wir arbeiten mit namhaften Marken wie CARTIER und GUERLAIN zusammen. Deren Unternehmenszentralen wünschen sich Einblick in ihren Energieverbrauch, um ihre Effizienz und Leistungsfähigkeit zu verbessern.
- HEKLA Tower: Wir sind am Projekt „HEKLA Tower“ beteiligt, das sich im Pariser Stadtteil La Défense befindet. Dieser symbolträchtige, 220 Meter hohe Turm soll in Sachen Energieeffizienz eine Vorreiterrolle einnehmen. Er verspricht eine Senkung des Energieverbrauchs um 47 % im Vergleich zu den thermischen Vorschriften der RT 2012. Wir stellen unser Fachwissen zur Verfügung, um zur Erreichung dieser ehrgeizigen Ziele beizutragen, die als Vorbild für zukünftige Bauprojekte dienen werden.
- Erweiterung des Futuroscope: Wir pflegen eine langjährige Partnerschaft mit dem Futuroscope-Park. Derzeit arbeiten wir an der Erweiterung des Parks, insbesondere am Aufbau eines neuen CO₂-armen Fernwärmenetzes sowie am „Ecolodge“-Projekt, einem Modell für nachhaltige Hotels.
10) Welche Prioritäten setzen Sie im Bereich Energie für die kommenden Jahre?
Die Betriebsstätten von ACORUS-ENEOR verbrauchen bereits sehr wenig Energie. Dennoch möchten wir dem Thema nachhaltiger Verkehr besondere Aufmerksamkeit widmen. Auch wenn das Unternehmen bereits über Hybridfahrzeuge verfügt, ist es unser Ziel, die Energieeffizienz in diesem Bereich weiter zu verbessern.
Schließlich haben die Ingenieure von ACORUS-ENEOR dank ihrer über 10-jährigen Erfahrung und ihrer Arbeit an mehr als 5 Millionen Quadratmetern auf dem französischen Markt bereits jedes Jahr eine Menge CO₂ eingespart, die dem CO₂-Fußabdruck von 10.000 Menschen entspricht.
Über den Interviewpartner
Vincent Le Guilvout, der erste Mitarbeiter und Gesellschafter von ENEOR, bekleidet die Position des Technischen Leiters für den Dienstleistungssektor auf nationaler Ebene. Von der Leitung komplexer Projekte bis hin zur Entwicklung innovativer neuer Aufgabenbereiche hat er seit 2014 eine Schlüsselrolle bei den ehrgeizigsten Projekten von ENEOR gespielt. Seitdem ist er zudem Produktmanager für die Lösung „Spacewell Energy“ (Dexma).
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