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Eine autonome Zukunft?

27. Oktober 2020

Auch während wir unsere Bemühungen darauf konzentrieren, den Herausforderungen von COVID-19 zu begegnen, plant Spacewell weiter für die Zukunft. Unser Leitgedanke war es, unsere Vision rund um die Anforderungen und Bedürfnisse der Hauptbeteiligten zu gestalten: Gebäudeverwalter, Nutzer und Dienstleister. Wir sind überzeugt, dass auf lange Sicht erfolgreiche Technologien echte Vorteile bieten und weitere Entwicklungen und Fortschritte vorantreiben müssen. Wenn es um die Gebäudeumgebung geht, wird das Ergebnis eine Welt sein, in der Gebäude autonomer und gleichzeitig stärker auf die Nutzererfahrung ausgerichtet sind.

Menschen in einer Büroumgebung vor dem Hintergrund von Bürogebäuden

Das Makrobild

Auf der obersten Ebene hat sich die Nachfrage nach Geschäftsgebäuden seit Langem von einer utilitaristischen Vision eines Ortes, an dem Geschäfte gemacht werden, verabschiedet. Bürogestaltungen fördern die sozialen und kreativen Aspekte des Arbeitsplatzes und erfüllen gleichzeitig das Bedürfnis nach Konzentration und Fokussierung. In unterschiedlichem Maße haben Gebäude auch Nachhaltigkeitsziele verfolgt, von der Energieeffizienz bis zur Verbesserung der CO2-Bilanz, und die realen finanziellen Gewinne aus diesen Verbesserungen werden diese Trends auch in Zukunft vorantreiben.

Über diesen Makrotrend hinaus hat die Pandemie jedoch eine breitere Definition des Arbeitsplatzes ermöglicht, zumindest bei Büroangestellten/Wissensarbeitern. Der Arbeitsplatz wird nicht einfach als das Firmenbüro definiert, sondern als der Ort, an dem sich die Arbeitnehmer befinden – ob sie nun in der Zentrale sitzen, einen Kunden besuchen oder sich von zu Hause oder dem örtlichen Café einloggen. Die raschen Fortschritte bei der Technologie der Telearbeit eröffnen neue Möglichkeiten für eine produktive und erfüllende Arbeit und führen zu mehr Flexibilität in Bezug auf Arbeitsstile und Arbeitsorte.

Bedürfnisse der Interessensgruppen

Diese Makrotrends schaffen neue Herausforderungen für Gebäudemanager, die neue Wege zur Erfassung von Informationen und zur Steuerung von Dienstleistungen finden müssen. Eine Lösung besteht darin, ganze Systeme intelligenter Gebäude oder sogar intelligente Städte einzubeziehen, um die Menschen bei ihrer Bewegung durch verschiedene „Büro“-Umgebungen zu unterstützen. Die Konnektivität wird neue Marktplätze schaffen, die den Bedürfnissen der Nutzer gerecht werden, mit besser vernetzten, benutzerfreundlichen Räumen, die mehr Mieter und Arbeitnehmer anziehen. Diese Verlagerung erfordert eine Standardisierung der Datenverarbeitung und des Datenaustauschs sowie neue Ansätze für den Informationsaustausch über verschiedene Räume innerhalb des Büroökosystems hinweg. Mit der exponentiellen Zunahme der zu verarbeitenden Informationsmenge wird ein großer Teil dieses Systems von autonomen Gebäudesystemen verwaltet werden, die in der Lage sind, Informationen ohne menschliches Eingreifen zu verarbeiten und entsprechend zu handeln (wenn auch immer unter menschlicher Aufsicht). Dies gilt umso mehr, als die Daten aus einer Vielzahl von Quellen aggregiert und in einem einzigen digitalen Zwilling zentralisiert werden, der die Komplexität der realen Welt widerspiegelt und Potenzial für ein maßgeschneidertes Gebäudeerlebnis bietet.

Eine solche Welt wird die Benutzer auf eine neue Art und Weise in die Lage versetzen, selbst zu entscheiden, wo sie arbeiten möchten. Um Endnutzer und Mieter eigenständig für sich zu gewinnen (und damit Wert für Investoren und Eigentümer zu schaffen), werden Gebäude zunehmend die Personalisierung von Dienstleistungen ermöglichen, von Vorschlägen zur Raumreservierung über Beleuchtungsdimmer bis hin zur Temperaturregelung. Gebäude, die um „Personas“ herum gebaut oder mit persönlichen Assistenten verbunden sind, die wiederum mit der mobilen Technologie der Nutzer verknüpft sind, können einen einladenden, produktiven Raum für verschiedene Arten von Benutzerbedürfnissen bieten.

Dienstleister hingegen werden in der Lage sein, die Fortschritte bei Gebäudesystemen, IoT und mobilen Anwendungen zu nutzen, um mehr und mehr Funktionen von entfernten Betriebszentren aus zu verwalten. Diese Fernverlagerung wird Hand in Hand mit einer besseren Bereitstellung von Diensten für Endnutzer gehen, da Leistungserbringung durch Sensoren und Benutzer-Feedback reaktionsschneller wird. Immobilienbesitzer profitieren ebenfalls davon, da eine einfachere Koordination und Zentralisierung von Informationen die Miet- oder Pachtdauer erhöhen und gleichzeitig den Gebäudewert steigern können.

Über die Benutzer hinaus

Die letzte spannende Entwicklung geht über die aktuellen Interessensgruppen hinaus, um die zukünftigen Bedürfnisse der Gebäudenutzer zu antizipieren. Auf der Grundlage diverser Datenströme aus diesem Ökosystem wird es möglich sein, neue Gebäude zu entwerfen, um Engpässe, Bedürfnisse oder Präferenzen zu berücksichtigen, die sich in den aktuellen Entwürfen als potenzielle Probleme herausgestellt haben. In Verbindung mit Simulationen, die durch umfangreiche digitale Zwillingsdaten ermöglicht werden, können Planer die nachgeschalteten Auswirkungen ihrer Entscheidungen bewerten, und Gebäudemanager in den Betriebsphasen können verschiedene Szenarien leichter testen und gleichzeitig Kosten und Störungen reduzieren. Intelligenz im Lebenszyklus von Gebäuden wird daher einen positiven Kreislauf eines zunehmend reaktionsfähigen und nutzerorientierten Gebäudeentwurfs vorantreiben. Auch wenn viele von uns noch immer nicht in ihre Büros zurückkehren können, werden die intelligenten Gebäude der Zukunft Orte sein, an die wir alle gehen wollen.

Von Thomas Verdyck

Von Thomas Verdyck

VP Product bei Spacewell

Thomas ist seit fast 10 Jahren bei Spacewell. Er ist verantwortlich für das Team, das die Spacewell-Produktsuite konzipiert, entwirft, kreiert und liefert. Wenn er nicht gerade mit dem Produktmanagement beschäftigt ist, können Sie ihn bei einer Weinverkostung dabei erwischen, wie er über Themen wie Weltraum, Technologie, alte Computerspiele und andere geekige Themen diskutiert.
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